Tourismus  - Regionalentwicklung

Die Phase der Ruheforscher ist vorbei, die Zeit des „natürlicher Dorfurlaub“ hat begonnen. Wo liegen hier Gestaltungsmöglichkeiten? Tourismus lebt einerseits von Individualismus – aber am liebsten bitte als Rundum-Sorglos-Paket. Wie lässt sich das Besondere an Herrischried herausstellen? Unser Quellwasser! Die blühenden Bergwiesen! Der Mut zu einem nachhaltigen Waldumbau, auch wenn der derzeitige Anblick des Käferholzes erst einmal erschüttert. Hier kommt ein Umbruch und das bietet ökologisch und wirtschaftlich eine Chance. Ein Blick ins östliche Nachbarbundesland liefert wertvolle Erfahrungen.
Gastronomie, die das verfeinert, was die Region zu bieten hat. Wir haben wieder Gastronomen im Ort. Aber wie sieht es mit den größeren Übernachtungsbetrieben aus? Hier braucht es in unmittelbarer Zukunft gemeinsam getragene Konzepte, die die Wertschöpfung im Dorf halten und vielfältige Zielgruppen ansprechen.
Wie kann das im Ort verwurzelte Handwerk den touristischen Wert Herrischrieds bereichern?
Gegenseitige Rücksichtnahme und Achtsamkeit sollten das Miteinander der verschiedenen Freizeitnutzungen bestimmen. Wofür übernimmt man gemeinsam Verantwortung, damit Wege und Infrastruktur zur Verfügung stehen?
Eine Umgestaltung des beliebt/gehassten Murgtalpfades wurde begonnen. Angesichts leerer Haushaltkassen wird es kniffelig, die Ideen in die Praxis umzusetzen. Wie viele Hände sind bereit, hier mit anzupacken? Das könnte ein Generationen-Projekt werden – mit hoher Akzeptanz in der Bevölkerung, weil man selbst dabei war. Die Projektgruppe um den Stehle-See hat es vorgemacht.
Hierzu in engem Austausch mit der Bevölkerung zu arbeiten, ist eine willkommene Herausforderung.