Landschaft und Mensch - Regionalentwicklung

Dieser Hotzenwald, für den ich mich vor fast 20 Jahren entschieden habe, bevor ich es vor 8 Jahren auch räumlich verwirklichen konnte, ist eine Kulturlandschaft und erhält seine landschaftliche Vielfalt nicht zuletzt durch eine kleinteilige landwirtschaftliche Nutzung. Deshalb macht es auch Sinn, sich im NATURPARK Südschwarzwald zu engagieren. Ein Gegeneinander von Naturschutz und Landnutzung bringt uns hier nicht weiter. In einem ehrlichen Dialog aller Beteiligten würde ich gern herausfinden, wie eine zukunftsfähige Landnutzung auf dem Hotzenwald aussehen kann. Welche Unterstützung braucht es von Seiten der Regionalentwicklung?
Gleichzeitig möchte ich zu der Frage ermuntern, was jeder einzelne dafür tun möchte: als Landeigner, Landpächter, Produzent, Vertriebspartner oder Konsument – damit Kuhmilch und andere Lebensmittel aus dem Schwarzwald möglichst nah vor Ort produziert, keine Auslaufprodukte sind. Der Umstand der derzeitigen Flächenkonkurrenz der Nutzungen aus Wirtschaft und Freizeit sind hier eine echte Herausforderung. Rückzugsräume für natürliche Entwicklung sollten dieses Landschaftsmosaik ergänzen.
Spannende Fragen tun sich hier im Feld der Wasserverteilung auf. Wie gelingt es, das Kulturgut Wühren sinnstiftend zu erhalten? Wie können wir die Wasserkraft dezentral nutzen – auch wenn es politisch nicht gewollt ist. Wie gehen wir mit der zunehmenden Trockenheit und den damit veränderten Quellschüttungen um. Wasser ist für alle ein kostbares Gut.
Mit der Sonnenenergie als regenerativer Energiequelle ist Herrischried schon gut unterwegs. Gibt es hier eine Chance, daraus wirtschaftlich ein Gemeindeprojekt zu machen? Die Energie aus Bürgerhand wird in vielen Gemeinden bereits erfolgreich erprobt.